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Korsika!

Korsika

Wenn man auf Korsika Urlaub macht, kann einem fast gar nicht langweilig werden... anbei ein paar Vorschläge, wie man sich die Zeit dort vertreiben kann:

Genießen! Wein und leckeres Essen - vorallem der Käse und der korsische Lonzu!
Natur! Die unberührte Natur in den Bergen lädt zum Mountainbiking und Bergsteigen oder Wandern auf abgeschiedenen Wegen ein.
Fotostationen! Einsame Bergdörfer, Kastanienwälder und Bonifacio bieten sehr schöne Fotomotive.
Faulenzen! Schöne Strände und sauberes Wasser.
Kultur! Hinterlassenschaften aus der Jungsteinzeit, der Römer und der Genueser.

Wenn man früh genug aus den Federn kommt, kann man völlig stressfrei an einem "korsischen Tag" gleich mehrere Programmpunkte abhaken: Bergsteigen, im Meer baden, gut essen und danach zu einem Pastis den Sonnenuntergang fotografieren!

Die Reisezeiten sind natürlich abhängig von dem was man vor hat: in der Zeit ab März bis Mai oder vom September bis Anfang November sind die Unterkünfte günstig (Nebensaison!) und die Temperaturen ideal für Berg- oder Radtouren. In der restlichen Zeit ist es dafür entweder zu heiß/kalt/nass... In den heißen Sommermonaten ist Korsika eher für den Badeurlaub zu empfehlen (oder man startet ganz, ganz früh in die Berge und sieht zu, dass man schnell auf über 1000 m.ü.M kommt...).

Für die Planung ist zu berücksichtigen, dass in der Nebensaison der Fährverkehr eingeschränkt ist, die Supermärkte nicht durchgängig geöffnet sind und ein dicker Fleece im Gepäck notwendig ist.

Sonnenauf- u. untergänge


Vorbereitung für Radfahrer: Fahrrad vor der Reise gründlich kontrollieren, am besten zum Radhändler bringen. Entweder einen kundigen Fahrradtechniker mitnehmen oder sich vorher mit der Technik am Rad vertraut machen, um notfalls Reparaturen selbst durchführen zu können. Radgeschäfte gibt es nur in den größeren Städten. Nur mit einem eingefahrenen Sattel starten.
Vorher trainieren! Gerade die Wege abseits der Teerstrassen sind durchaus anspruchsvoll. Die meisten Touren sind relativ lang und können sich in der Mittagshitze ganz schön "ziehen". Abhängig vom "Wohnort" kann die Anreise zum Startpunkt mehr als eine Stunde betragen. Das sollte man in der Tourenplanung mit berücksichtigen.

Vorbereitung für Bergsteiger/wanderer: gutes Schuhwerk ist absoult erforderlich. Für die höher gelegenen Touren ist alpine Erfahrung notwendig. In alpinen Regionen kann auch noch bis Juni/Juli Schnee liegen. Die Wege sind teilweise recht schmal und schlecht markiert. Karten und gutes Orientierungsvermögen sind von Nutzen. Die Teleskop-Stöcke konnten wir manchmal gar nicht verwenden, weil die Wege zu schmal und/oder steil waren. Der Rucksack sollte also Halterungen oder eine Möglichkeit zum Unterbringen der Stöcke haben. In der Gipfelregion zieht meistens ab mittag Nebel heran. Der Nebel kann dann sehr dicht werden und die Orientierung erschweren, zudem werden dann die Temperaturen ziemlich frisch. Also am besten, früh starten und vor dem Nebel absteigen!

Bergwelt

Auf den Ausflügen immer ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz mitnehmen. Auf Korsika kann man selten am Berg "einkehren", denn es gibt es ganz wenig bewirtschaftete Almen oder Hütten. Brotzeit, Tee, Gipfelbier sollte man also selbst mitführen. Regenbekleidung und extra Klamotten sollten sich ebenfalls im Gepäck befinden. In höheren Lagen kann es auch ohne Nebel erfrischend kühl und windig werden. Auf Radtouren immer Werkzeug einpacken: Zwei Extra-Schläuche, Bremsseile und ein Reifen sollten dabei sein! Ein kleines Verbandstäschen für Notfälle ist auch empfehlenswert (hat sich schon "gelohnt", wenn sich nur einer beim Knoblauchschneiden in den Finger schneidet...)

Einpacken: Außerhalb der Sommermonate kann am Abend die Temperatur rasch sinken. Deshalb auch warme Bekleidung einpacken, damit man abends länger draußen sitzen bleiben kann. Kleidung und Schuhe sollte man also von 0 - 35 ° Celsius dabei haben. Sonnenschutz zuhause kaufen - der kostet auf Korsika ein kleines Vermögen.

Weitere Informationen: siehe dazu auch die Packlisten beim Radhaus Starnberg.

Karten: Sehr empfehlenswert sind die Karten vom Institute Geographique National (IGN) im Maßstab 1:25 000. Gibt es auch vor Ort im Supermarkt!

Ortschaften

Einkaufen: Selbstverpfleger werden bemerken, dass die Preise in den Geschäften relativ hoch sind - in den kleineren Supermärkten gibt es aber dafür gute Qualität und eine schöne Auswahl an korsischem Gemüsen (vorallem die Tomaten!), Fleisch und Fisch. Beim Fleisch sollte man zum korsischen Schwein (halbwild, sehr schmackhaft) greifen, beim Rindfleisch hatten wir teilweise Pech (es war sehr zäh), der Fisch ist immer sehr frisch (aber größtenteils importiert - die See rund um Korsika ist leider leer gefischt).
Der korsische Honig ist interessant im Geschmack und köstlich im Joghurt, die Wurstspezialitäten "charcuterie corse" (Lonzu, Coppa, Figatelli) sind auch nicht ohne, die französischen Käse und der korsische brocciu schmecken hervorragend. Süßmäuler sollten die "petit pots" (Kühlregal) und die dunkle Schokolade probieren (ist jetzt beides nichts speziell korsisches, aber lecker). Alle Angaben natürlich ohne Gewähr - über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten ;-)
Zum Einkaufen sollte man sich Dienstag bis Donnerstag aussuchen - Freitags oder Samstags ist Hochbetrieb in den Läden und man sollte seinen Urlaub nicht frierend an einer Supermarktkasse verbringen... In der Hochsaison haben die Geschäfte durchgängig geöffnet. In dieser Zeit haben auch die kleinen Kioske, Strassenverkäufe und Gemüsestanderl offen. Dort kann auch gut einkaufen (vorallem lokales Gemüse/Obst/Käse/Speck/Honig, Finger weg von verstaubten Gläsern und Flaschen!). Wein kauft man am besten im Supermarkt oder direkt auf einem der vielen Weingüter. Wer Desertweine mag, sollte auch den Orangenwein und Myrthenwein probieren.

Meer

Verkehr: auf Korsika gibt es viermal am Tag "Rush-Hour". Morgens um ca. 8 Uhr, kurz vor 12 Uhr, kurz vor 15 Uhr und abends dann nochmal. Freitag nachmittag erfährt das Ganze noch eine Steigerung - da geht das Wochenende los. Zu diesen Zeiten sollte man sich als Fussgänger dann eher im Strassengraben fortbewegen und als Autofahrer sollte man sich auf "rasende Geisterfahrer" vorbereiten. Als Radfahrer ist man interessanterweise relativ sicher, man wird manchmal angehupt, aber stets vorsichtig überholt.
Wenn man mit dem
Auto unterwegs ist, sollte man generell vorsichtig in die Kurven fahren - auf der Strasse kann alles mögliche herumliegen: z.B. Kühe, Schweine, Esel und sehr große Steine...
Eine sehr interessante Alternative der Fortbewegung ist die Schmalspurbahn auf Korsika. Der Bau der Gleise begann ca. 1880, ein Teil der Gleise wurde z.T. im 2. Weltkrieg zerstört bzw. gar nicht erst gebaut. Einen Tag sollte man sich auf jeden Fall freihalten - für eine abenteuerliche Fahrt durch Landschaften, die wirklich abseits der Strassen sind! Es gibt verschiedene Strecken und natürlich auch Haltstellten z.B. Bastia, Corte, Ajaccio, usw. Der Fahrplan ist jahreszeitenabhängig. Im Sommer fährt die Bahn mehrmals täglich von I'll Rousse nach Ponte Leccia. Das ist aber mehr eine Bahn für die Badegäste - die Strecke kann man auch mit dem Auto abfahren. Wenn man sich am Zielort nicht abholen läßt: den Fahrplan für die Rückfahrt vorher gut studieren!

Anreise: Nachdem man ja meistens viel bis sehr viel Gepäck dabei hat, wird man mit dem Auto und der Fähre nach Korsika reisen. Für die Überfahrt kann man z.B. mit Corsica-Ferries (www.corsica-ferries.com), Moby-Lines (www.moby-lines.de) oder SNMC (www.sncm.fr) reisen, diese starten in Italien z.B. von Livorno, Genua oder La Spezia. Die Buchung ist mittlerweile bequem im Internet möglich. In der Hochsaison starten mehrere Fähren täglich, in der Nebensaison gibt es dann z.T. nur wenige Fährfahrten in der Woche. Wer sparen will, sollte seine Reise so planen, dass Hin- und Rückreise auf einen "Jackpot-Tag" fallen. Dann kostet ein normales Fahrzeug nur einen Euro pro Fuhre.

Blümchen


Wie man es (nicht) machen sollte: Je nach Kondition und mögliche Fahrer kann man die Nacht durch und gleich in der Früh auf die Fähre fahren. Dann kommt man am Vormittag in Bastia an, steuert dort gleich den großen Hyper-U in Bastia an, drückt sich dort erst mal einen Cafe rein und schwärmt dann in der Gruppe aus, um den Groß-Einkauf zu erledigen (den riesigen Einkaufszettel hat man während der vier-stündigen Fährenfahrt erstellt). Danach versucht man den Inhalt von drei vollen Einkaufswägen in drei bereits vollgestopften Autos unterzubringen. Anschließend kurvt man dann zu seinem Urlaubsdomizil, stopft dort sofort den 24er-Pack Bier, den Pastis und den Picon in den Kühlschrank, freut sich über die bereits vorhandenen Eiswürfel, lost die Zimmerverteilung aus und räumt den Rest aus den Autos aus. Anschließend verteilt man sich auf der Terrasse, genießt den Blick aufs Meer und den ersten erfrischenden Trunk - der Urlaub kann beginnen!

Alle Korsika-Bilder auf: www.virtuelles-archiv.de/korsika/index.htm

 

 

 

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